Das Abenteuer Finnland starten wir in der Zivilisation

by Barbara

Da uns die baltischen Staaten sehr ans Herz gewachsen sind, fällt der Gang auf die Fähre etwas schwer. Loslassen – Ein Thema welches immer wieder einiges an Training benötigt… Ich hatte dieses Gefühl schon einige Male auf unseren Reisen. Und fast jedes mal hat das neue Land die selben Emotionen ausgelöst beim nächsten Grenzübertritt. Also los, ins Abenteuer Finnland. Wir starten im Süden mit den Städten Porvoo und Helsinki inklusive einem Ausflug nach Suomenlinna.

Porvoo

Unsere erste Destination ist die Stadt Porvoo. Diese wurde als eine der schönsten Städte Finnlands angepriesen und gehöre unbedingt auf die To-do-Liste für Finnlandreisende. Das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen und uns selber ein Urteil bilden. So fahren wir gleich nach der Ankunft in Helsinki nach Porvoo, da dies ansonsten nicht in unsere vorgesehene Route passt.

Die Altstadt mit den Kopfsteinpflasterstrassen und den bunten Holzgebäuden ist definitiv ein Rundgang wert. Die rot gestrichenen Speicherhäuser am Fluss Porvoonjoki mit dem dahinter aufragenden Domkirche sind ein sehr malerischer Anblick. Porvoo ist definitiv ein Stopp wert, auch wenn man die Altstadt in relativ kurzer Zeit besichtigt hat.

Helsinki – Liebe auf den zweiten Blick

So sind wir am gleichen Tag wieder zurück nach Helsinki und haben uns dort auf dem stadtnahen Campingplatz Rastila eingerichtet. Dieser eignet sich sehr gut für die Stadtbesichtigung.  Die Metrostation ist nur einen Steinwurf vom Campingplatz entfernt und fährt in 18 Minuten direkt ins Stadtzentrum.

Zu Beginn hatten wir etwas Mühe uns für Helsinki zu begeistern. Obwohl es architektonisch sehr interessante und schöne Gebäude hat, baute man teilweise gleich daneben furchtbare Bausünden. Zudem ist Helsinki viel weitläufiger als die Altstadt von Riga oder Tallinn. Es ist jeweils schwierig, das Vergleichen sein zu lassen. Vor allem, wenn man so viele schöne Orte innert kurzer Zeit besichtigt. Nachdem uns das je länger je besser gelungen ist, konnte uns Helsinki doch noch verzaubern und wir sind offensichtlich nun auch mit dem Herz in Finnland angekommen.

Ausflug zur Festungsinsel Suomenlinna

Die Festung ist von grosser historischer Bedeutung und spiegelt zugleich die verschiedenen Phasen finnischer Geschichte wider. Zudem kann man auf den diversen Inseln vieles entdecken, es gibt Museen, ein U-Boot zum Besichtigen, Restaurants, schöne Buchten und Ausblicke und es ist auch der eine oder andere Geocache versteckt.

Man kann gut einen ganzen Tag auf den Inseln verbringen und ausgedehnte Spaziergänge mit Museumsbesuchen und Entspannen kombinieren. Ein weiteres Highlight ist die Rückfahrt mit der Fähre nach Helsinki. Beim Einlaufen in den Hafen hat man einen wunderbaren Blick auf die „Skyline“ von Helsinki. Da die Stadt, wie der Rest von Finnland, relativ flach ist, beschränkt sich diese allerdings auf die Hafenpromenade, den Dom, die Uspenski-Kathedrale und das Riesenrad. Aber nichtsdestotrotz, ein sehr schöner Anblick.

 

Bevor wir zurück auf dem Campingplatz fahren, geniessen wir noch einen teuren Apéro in der Stadt. Ja, Finnland ist einiges hochpreisiger als die baltischen Staaten. Das werden mit einem Blick auf die Dieselpreise auch später noch zu spüren bekommen. Diese und weitere Punkte lassen uns merken, dass sich Estland und Finnland wohl doch nicht ganz so nahe stehen, wie wir noch vor einigen Tagen angenommen haben (siehe Estland Blog). Immerhin verstehen sie sich gegenseitig, da die beiden Sprachen ziemlich ähnlich sind.

Hier könnt ihr unser Video über Helsinki auf YouTube anschauen.

1 comment

Ursula Handschin-Stocker 18. August 2021 - 20:42

Sehr interessant und anschaulich! Danke! Wir hatten keine grosse Erinnerung mehr an Helsinki von unserer Kreuzfahrt her vor einigen Jahrzehnten! Inzwischen hat es neue Gebäude gegeben! Wie das U-Boot im Inneren aussieht, hätte mich noch interessiert. Aleksis Kivi hat den berühmten Roman «Die sieben Brüder» geschrieben, den man eigentlich gelesen haben sollte, wenn man nach Finnland reist. Eine Lieblingslektüre meines Vaters, übrigens. Wir wünschen euch spannende Fortsetzung mit herzlichen Grüssen aus Gelterkinden!

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